Artgerechte Ernährung
Artgerechte Ernährung für Hunde
Die Ernährung ist eines der wichtigsten Standbeine für ein langes, gesundes Hundeleben. Im Folgenden geben wir die Sicht der Tierheilpraktikerin und Hundetrainerin Swanie Simon wieder — eine der bekanntesten Stimmen der deutschsprachigen BARF-Bewegung. Der Originaltext stand bereits viele Jahre auf unserer Vorgängerseite.
Was bedeutet B.A.R.F.?
Das Akronym BARF wurde zuerst von der Amerikanerin Debbie Tripp benutzt — für Menschen, die ihre Hunde mit rohem, frischem Futter ernähren, und für das Futter selbst. Es bedeutete ursprünglich Born Again Raw Feeders oder Bones And Raw Foods. Später kam die Bedeutung Biologically Appropriate Raw Foods hinzu. Im Deutschen wird BARF meist mit „Biologisch Artgerechte Rohfütterung“ übersetzt.
Die Idee dahinter
BARF beschreibt Futter, das aus frischen Zutaten vom Hundebesitzer selbst zusammengestellt und roh verfüttert wird. Dabei versucht man, so weit wie möglich die Ernährung eines wildlebenden Kaniden — wie etwa des Wolfes — zu imitieren. Es geht nicht um einen bestimmten Diätplan, sondern um eine Grundhaltung: möglichst frisch, möglichst naturnah, möglichst ohne Verarbeitung und Zusatzstoffe.
Warum diese Diskussion überhaupt?
In der BARF-Szene wird seit Jahrzehnten diskutiert, ob hochverarbeitetes Trockenfutter mit dem Anstieg bestimmter Erkrankungen bei Hunden zusammenhängt — etwa Allergien, Magen-Darm-Beschwerden, Hauterkrankungen oder Stoffwechselstörungen. Diese Annahme ist nicht abschließend wissenschaftlich geklärt und wird in der Tiermedizin teilweise kritisch gesehen. Viele Hundehalter, Züchter und Tierheilpraktiker berichten jedoch von positiven Veränderungen nach der Umstellung auf Rohfütterung.
Was Sie selbst entscheiden müssen
BARF ist kein Glaubensbekenntnis. Es ist eine Fütterungsform, die mit Sorgfalt und Wissen umgesetzt werden sollte. Wir empfehlen: Lesen Sie sich ein, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, beobachten Sie Ihren Hund — und entscheiden Sie dann, was für Sie und Ihren Vierbeiner passt. Wir sind gerne für Fragen ansprechbar.
Quelle: angelehnt an „Die Artgerechte Ernährung für Hunde mit B.A.R.F.“ von Swanie Simon, Tierheilpraktikerin und Hundetrainerin.
Hinweis: Die folgenden Inhalte spiegeln Erfahrungswerte und Beobachtungen von Hundehaltern, Züchtern, Tierheilpraktikern sowie Tierärzten wider. Sie ersetzen keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an die Tierarztpraxis Ihres Vertrauens.
